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Der Jungle Trek beginnt: Von Cusco nach Santa Maria

Galápagos & Peru Rundreise: Tag 22 oder Tag 1 auf dem Jungle Trek – 2.100 Meter Downhill Biking, 1h Rafting


Der Wecker tut sein bestes, uns um 06:30 Uhr zu wecken, und tatsächlich sind wir 45 Minuten später auch fertig gepackt, angezogen und haben gefrühstückt, sodass wir nur noch von Carlos, unserem Guide für die nächsten vier Tage, aufgesammelt werden müssen. Wir sind auf dem Weg nach Machu Picchu! Klar, hätten wir uns für die einfache Variante entscheiden können, die ich vor neun Jahren auch gemacht habe: Mit dem Zug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes am Fuß von Machu Picchu, mit dem Bustransfer hoch. Stattdessen haben wir den „Jungle Trek“ gebucht. 4 Tage, 3 Nächte, ein super Mix aus Wanderung, Fahrradfahren, Rafting, Ziplining. So macht das Spaß! Die Unterkünfte werden recht simpel, aber sauber sein.

Als wir nach einer Rundtour durch das Zentrum von Cusco endlich alle aufgesammelt haben, ist es 08:30 Uhr morgens, und ich frage mich, ob man das nicht hätte optimieren können… Eine Stunde mehr Schlaf hätte angesichts des bevorstehenden Programms doch recht gut getan. Die Fahrräder wurden aufs Dach geladen und endlich verlassen wir Cusco, die alte Inka-Hauptstadt.

Unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus Abenteurern aus UK, den Staaten, Neuseeland und Australien, harrt vier Stunden im Bus bis nach Abra de Málaga aus, dem Gipfel auf 4.350 Metern, den wir passieren, um etwa 300 Meter unterhalb endlich auf die Fahrräder steigen zu können. Natürlich nicht ohne komplette Schutzmontur! Es geht etwa 2,5 Stunden zu 95 Prozent bergab, auf den letzten paar Metern müssen wir dann tatsächlich etwas mehr in die Pedale treten. Schnell stellt sich heraus, wer Motorradfahrer ist und die Geschwindigkeit liebt und wer einfach etwas vorsichtiger unterwegs ist.

Daniel und ich haben mit zwei anderen Deutschen diese Bergetappe ganz klar für Team Deutschland entschieden!

Bei der Ankunft auf etwa 1.900 Metern in einem winizigen Dorf kurz vor Santa Maria, wo wir übernachten werden, wurde sichergestellt, dass auch niemand den Stopp verpasst. Es war zugegebenermaßen auch recht auffällig, mit zwei Begleitfahrzeugen am Straßenrand und jeder Menge herumstehenden Radlern.

Dennoch… eine der zwei Kalifornierinnen aus der Gruppe war dermaßen fokussiert, dass sie sich trotz unserer Rufe und Winkerei nur kurz umgedreht hat und sich dann, vor der nächsten Kurve anhaltend, dazu entschied, einfach weiterzufahren! Alle, die die Szene beobachtet haben, waren etwas perplex – so viele Menschen und die Fahrräder und alles kann man doch wohl nicht übersehen. Wir haben noch etwa 10 bis 15 Minuten länger Rast gemacht, bevor wir uns auf die weitere Fahrt, gemeinsam zurück im Bus, machten.
Ich hatte Amanda schon fast vergessen, obwohl ich es ein wenig merkwürdig fand, dass ihre Freundin hinter mir nun ganz allein da saß, bis jemand so laut rief, als sie endlich wieder in Sichtweite kam, dass mir dann auch klar wurde, dass absolut keiner hinter ihr hergefahren sein muss, um sie aufzuhalten und zurückzuholen.

Wäre das in Deutschland passiert, hätte zwei Sekunden später jemand im Wagen gesessen, um sie zu stoppen… Der Weg ging von da an auch recht ordentliche Steigungen bergauf, sodass wir letztendlich alle applaudierten, als sie endlich wieder im Wagen saß.

Nach einem herzhaften Mittagessen, endlich in Santa Maria angekommen, konnten wir kurz unsere Sachen verstauen (simples Hostel, geteiltes Freiluftbad, kalte Dusche, nicht genug Strom, um Dinge zu laden) und dann geht es auch schon los zum Rafting (Level 2-3) auf dem Urubamba. Mit dem neuseeländischen und dem australischen Pärchen gemeinsam im Boot eine super Sache.

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